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Stauseelauf 2018  
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So warteten wir also in der Hitze eines sommerlich heissen Septembertags auf den Start. Spannung und Nervosität lagen in der Luft und erzeugten eine flirrende Atmosphäre. Einigen graute vor dem Lauf, andere waren ungeduldig und wollten loslaufen, um diese acht Kilometer so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Dann – endlich – ging es los. Der erste Block startete unter den Anfeuerungsrufen der Zurückbleibenden. In kurzer Abfolge liefen auch die anderen Blöcke los – eine Welle Schüler, welcher die Uferwege der Limmat flutete.
Am Anfang noch erträglich, begann der Lauf aber spätestens nach der Hälfte der Strecke beschwerlich zu werden. Es beginnt ein Kräftemessen zwischen Durchhaltewillen und dem kleinen Stimmchen im Kopf, das immer wieder flüstert: «Komm, halt an und geh ein Stück, ein paar Schritte nur...» So ein Lauf fordert nicht nur körperliche, sondern auch mentale Fitness. Dabei helfen einem auch die anderen Leidensgenossen, die einen motivieren, weiterzulaufen. Überhaupt «schweisst» dieser Lauf die Leute zusammen, man rennt miteinander, ruft anderen aufmunternde Worte zu – man läuft nicht gegeneinander, sondern miteinander.
Aber auch wenn einem die Strecke zeitweise unendlich lange scheint, so kommt man doch voran, Schritt für Schritt. Und irgendwann, gefühlte Stunden später, ist man nur noch ein paar hundert Meter vom Ziel entfernt, vom Ziel, das Ruhe für die müden Beine und kühles Wasser für die ausgetrocknete Kehle verspricht. Und obwohl man kurz davor ist, aufzugeben und jeder Atemzug in der Lunge brennt, mobilisiert man die letzten Kräfte, steigert das Tempo und übertritt schliesslich unter Zurufen der Wartenden die Ziellinie.
Rückblickend ist man froh, diesen Lauf hinter sich zu haben und man empfindet auch etwas Stolz – man ist schliesslich acht Kilometer gelaufen! Dieses Gefühl wird hoffentlich auch die nächsten Klassen, welche das Vergnügen haben, den Acht-Kilometer-Lauf absolvieren zu dürfen, über den Muskelkater hinwegtrösten.

Text: Luisa Zumsteg, G3D

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